Bei der Ankunft in Wien gibt es als Abschluss ein Fussballspiel gegen den Verein des FC Sans Papiers www.fcsanspapiers.org, welcher aus Asylwerbern besteht und welche täglich von diesen unmenschlichen Asylpraxen betroffen sind.

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Das Spiel findet am Samstag den 10. Juli um 18:00, im Sportzentrum MARSWIESE,

in der Neuwaldeggerstraße 57a, im 17. Bezirk, statt!

 

Auf Euer zahlreiches Kommen und einige Mitspieler würden wir uns sehr freuen!

Hallo MitbürgerInnen da draußen!

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Nun ist es Gewissheit - Arigona Zogaj, die vielen Asylwerbern ein Gesicht gab, und ihre Familie, müssen nun „unverzüglich“ nach 8 Jahren Ungewissheit und vergeblichen Hoffens das (unser) Land verlassen.

 

Die letzten Diskussionen um die Auslegung des Wortes „unverzüglich“, haben noch einmal veranschaulicht, wie rückgratlos über menschliche Schicksale debattiert wird. Dabei scheuen sich auch unsere Politiker nicht davor, sich auf bestehende Gesetze zu berufen und so zu tun, als seien diese von Gottes Gnaden erlassen und nicht von selbigen erst wenige Monate zuvor.

 

Parteien gehen mit dumpfer Propaganda auf Stimmenfang und verpflichtende Deutschkurse werden dem Volk als Zwangsmaßnahme verkauft, um möglichst viele Ausländer von „unserem“ Land fern zu halten - anstelle Sprache als notweniges Integrationsmittel zu bewerben.

 

 

Was veranlasst Menschen „ihr“ Land zu verlassen? Politische Instabilität, das Fehlen von wirtschaftlichen Perspektiven und Ausbildungsmöglichkeiten, mangelnde Sicherheit... - all das trifft in Österreich nicht zu und beantwortet die Frage, weshalb ich gerne in diesem Land lebe und weshalb sich auch viele Asylwerber große Hoffnungen machen in diesem Land Fuß zu fassen.


Bildtext: 5. Etappe: Mittwoch, 7. Juli 2010

Start in Maria Langegg um 9:30 Richtung Paudorf

Zunehmend ertappt man sich selbst dabei auch immer öfters, dass sich eine gewisse Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit in einem breit macht. Jedoch in Momenten, in denen die Ablenkung durch Konsumgüter nicht mehr ausreicht, konnte auch bemerkt werden, dass sich in diesem Land zunehmend ein Weniger an Gerechtigkeit, Solidarität und Mitgefühl breit macht.

 

Nachdem „wir“ Österreicher von „unserem“ Land sprechen, nehme ich mir die Freiheit, ein kleines Stück dieses Landes auch für  mich zu beanspruchen. Mein Stück Österreich mit dem mich ebenfalls ein gewisser Stolz verbindet sollte wieder offener, solidarischer und gerechter werden. In meinem Stück Österreich sollten keine Diskussionen darüber geführt werden, ob man „für“ oder „gegen“ Ausländer ist, sondern Menschen und ihre Schicksale dahinter gesehen werden.

Daher entschlossen wir uns auch, die Aktion gehen-fuer-arigona“ ins Leben zu rufen.  Einerseits um uns mit Menschen, welche sich in ähnlichen Situationen wie die Zogaj´s befinden, solidarisch zu zeigen und unseren Unmut über unmenschliche Asylgesetze und Praxen auszudrücken. Andererseits auch um vielen Österreichern zu signalisieren, dass es hin und wieder auch an der Zeit sei, die eigene Stimme zu erheben oder im speziellen Fall die eigenen Füße zu bewegen.

 

Wir treffen uns am Samstag den 03. Juli 2010 um 9:00 Uhr vor der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, um eine Wanderung des stillen Protests Richtung Wiens anzutreten. Jeder der dazu Lust hat ist eingeladen die ca. 230 km mitzugehen oder uns zumindest einen Teil des Weges zu begleiten und Ideen und Anregungen einzubringen. Wir weisen darauf hin, dass diese Wanderung keinem straff organisierten Programm unterliegt, sondern wir das ganze Projekt als Prozess sehen, welchem wir Entwicklungen und Überraschungen offen gegenüber stehen.

Geplant ist, dass wir eine Woche später am Samstag den 10. Juli in Wien eintreffen. Es sind dabei wie oben schon erwähnt in etwa 230 km zurückzulegen, wobei wir so 30-40 km pro Tag veranschlagt haben. Natürlich wäre es auch möglich und erwünscht an einzelnen Teilstrecken teilzunehmen uns sich einzubringen solange es eben die eigene Zeit und Lust zulässt. Wir werden nächste Woche die Strecke abfahren, um noch genauere Routen  hier bekannt  zu geben.

Wer mit Vorkehrungen für Schlafgelegenheiten bzw. Utensilien oder Proviant rechnet - muss leider enttäuscht werden. Dazu wäre nur zu sagen, dass die „Reise“ von Asylwerbern meist auch nicht planbar ist und um ein vielfaches ungewisser endet als die unsrige.

 

Solltet ihr ähnlich wie wir denken, dann erhebt eure Stimmen, nehmt euer Herz in die Hand und bringt eure Beine in Schwung.